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2026 Makrokriminalität verstehen und verfolgen

Die Tagung widmet sich dem Phänomen der Makrokriminalität, die hier als systematische Verletzung der Menschenrechte durch organisierte Einheiten verstanden wird – häufig ermöglicht durch staatliche Akteuren oder direkt von diesen verübt. Makrokriminalität umfasst ein breites Spektrum schwerwiegender Straftaten, darunter Völkerrechtsverbrechen (Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und das Verbrechen der Aggression), ebenso wie organisierte Kriminalität, Terrorismus und Gewalt im Zusammenhang mit Praktiken der Migrationskontrolle. Diese meist transnationalen Straftaten stellen traditionelle rechtliche Rahmenbedingungen vor grosse Herausforderungen und erfordern institutionelle Zusammenarbeit sowie gesellschaftliches Engagement.

Die Tagung gliedert sich in vier thematische Teile. Der erste Teil befasst sich mit der Phänomenologie der Makrokriminalität und bietet einen vergleichenden und interdisziplinären Überblick über ihre diversen Erscheinungsformen. Der zweite Teil konzentriert sich auf die handelnden Akteure und untersucht kritisch die Rolle der Täter (staatliche und nichtstaatliche), die Erfahrungen der Opfer und betroffenen Gemeinschaften sowie institutionelle Verstrickungen. Der dritte Teil thematisiert Präventionsmechanismen und erörtert politische und rechtliche Strategien zur Risikominimierung und Unterbrechung systemischer Gewaltmuster. Abschliessend behandelt der vierte Teil Fragen der Strafverfolgung und Durchsetzung des Rechts auf nationaler wie internationaler Ebene sowie Herausforderungen in Bezug auf Rechenschaftspflicht und die Umsetzung von Gerechtigkeit.

Camille Montavon, Clara Rigoni, Silvia Staubli, Nadine Zurkinden

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